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Biologie

Schaukasten

Biologie ist im G8 in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe als im Unterrichtsfach Natur-und Technik versteckt und taucht erst ab der achten Klasse als eigenständiges Fach in der Stundentafel auf.

Biologie ist wahrscheinlich das anspruchsvollste MINT-Fach, da man im Verlauf der Schulzeit sehr viele verschiedene Phänomene und Themen bearbeitet. Zudem erfordert wirkliches Verständnis der Prozesse auch solide Grundkenntnisse in Chemie, Physik und Mathematik. Aber gerade die Abwechslung und Vielschichtigkeit bei der Untersuchung der einzelnen Aspekte der Lebewesen, bietet für jeden irgendetwas Interessantes. Außerdem sind die Themen oft sehr nah an unserem alltäglichen Leben und ermöglichen die Betrachtung mit verschiedener Tiefe, sodass Biologie trotz manchen schwierigen Inhalten eher zu den beliebteren Unterrichtsfächern zählt.

Der Biologieunterricht an unserer Schule kann durchgängig in Fachräumen erteilt werden. Eine reichhaltige Sammlung bietet viel Anschauungsmaterial und Originalpräparate, aber auch moderne Funktionsmodelle. Zudem befinden sich wenige Gehminuten entfernt auch Wiesen, Wald- und Wasserflächen sowie die Ställe des Klosters, um Biologie am lebenden Objekt zu machen. Das Missionsmuseum mit seiner großen Sammlung der afrikanischen und asiatischen Welt ist ebenfalls Ziel mancher Unterrichtsgänge.

Bienenbeobachtungsstock

Eine Besonderheit ist der von Dr. Hans Schmid („Der Doc“) eingerichtete Bienenbeobachtungsstock im Fenster des Biologielehrsaals. Diese von ihm Apiarium genannte Bienenwohnung ermöglicht gefahrlos einen Blick direkt in den Bienenstock. Da hierfür nur ein Vorgang auf der Innenseite entfernt werden muss, um den nebenan gezeigten Einblick zu bekommen, kann hier der Jahreslauf im Bienenvolk ebenso leicht verfolgt werden wie der Schwänzeltanz, um die anderen Arbeiterinnen über Futterquellen zu informieren.

Apiarium außen
Apiarium außen

Der „Bienen-Doc“, oder von den Schülern einfach „Doc“ genannte ehemalige Lehrer Dr. Hans Schmid hat bei Bezug des heutigen Biologiesaals im Erweiterungsbau 1977 das vorderste Fenster im Biologiesaal in einen Bienen-Beobachtungs-Stock umwandeln lassen. Im Gegensatz zu klassischen Bienenschaukästen, die manche vom Imker oder aus Naturmuseen kennen, leben die Bienen wirklich das ganze Jahr in diesem Bienenstock. Mehrere tausend interessierte Betrachter in über 40 Jahren konnten so bis heute einen Einblick in das Innenleben eines Bienenvolkes genießen. Die Bienen sind auch für den Fenstertausch bei der Renovierung nur kurz von ihrem Stammsitz ausquartiert worden und so sitzt bis heute immer ein Bienenvolk im Apiarium, um noch weitere Beobachter zu begeistern.

Apiarium innen

Als aktiver Lehrer hat Doc immer großzügig angeboten, dass er 1 000 000 DM wettet, dass es so etwas nie vorher an einer anderen Schule gegeben  hat – selbst bis heute hat noch keiner eine Schule genannt. Auch  als Pensionär betreute er bis zuletzt immer noch das Apiarium und sah fast täglich nach seinen Bienen. Nachdem im Schaufenster maximal Platz für vier Waben ist, erfordert das Bienenvolk mehr Pflege als in einer normalen Bienenbeute, um ständiges Schwärmen oder Verhungern bei Trachtlücken zu verhindern.

Schwänzeltanz

Wenn man allerdings einmal damit begonnen hat, sich intensiver mit Bienen zu beschäftigen, lässt einen „der Bien“ nicht mehr so leicht los. Es soll auch unter den ehemaligen Schülern Imker geben, bei denen es keine Imkertradition in der Familie gibt. So wollte anfangs auch Herr Zobrist zunächst nur dem Doc beim Betreuen des Apiariums helfen und ist dabei der Faszination der kleinen Insekten erlegen. Immerhin hatte er so noch sechs gemeinsame Imker-Jahre, um vieles noch vom Doc zu lernen, ehe er die Pflege des Apiariums übernehmen musste. Als Belohnung für den zusätzlichen Pflegeaufwand des Bienenfensters gibt es Einblicke ins Bienenvolk, die man in normalen Beuten nicht hat. Man kann nur durch eine Scheibe getrennt jeweils die Vorderseite von allen Waben sehen und hat so die Hälfte der gesamten Wabenfläche im Blick, indem man nur einen Vorhang zur Seite nehmen muss. Die Bienen werden bei ihrer Arbeit kaum gestört und so kann man täglich den Alltag im Stock live und ohne Hilfsmittel verfolgen, aber auch Langzeitvergleiche machen.

  • Aufbau und Veränderung im Volk über das Jahr
  • Veränderung der Vorräte im Verlauf des Jahres
  • Reinigungsarbeiten
  • Wabenbau
  • Mit etwas Glück sieht man sogar die Königin beim Legen der Eier
  • Brutentwicklung und Brutpflege bis zum Verdeckeln
  • Schlüpfen der Brut
  • Ankunft der Sammlerinnen mit Pollen und Nektar
  • Schwänzeltanz zum Informieren über Futterquellen
  • Honig machen
  • Wintertraube

Die Lehrpläne sind in allen Zweigen des G8 gleich. Biologie als einzelnes Fach wird erst ab der Jahrgangsstufe acht unterrichtet. In den Jahrgangsstufen fünf bis sieben gibt es das Fach Natur- und Technik, in dem es in den ersten beiden Jahren auch einen Schwerpunkt Biologie gibt.

5. Klasse (Natur- und Technik – Schwerpunkt Biologie)

  • Biologie – Lehre von den Lebewesen
  • Der Körper des Menschen und seine Gesunderhaltung
  • Körperbau und Lebensweise von Säugetieren

5. Klasse (Natur- und Technik – Schwerpunkt Naturwissenschaftliches Arbeiten)

  • Arbeitsmethoden (Experimentieren, Beobachten, Präsentieren…)
  • Themenbereiche und Konzepte (Licht, Luft, Wasser…)

 

6. Klasse (Natur- und Technik – Schwerpunkt Biologie)

  • Wirbeltiere in verschiedenen Lebensräumen (Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel)
  • Bau und Lebenserscheinungen der Blütenpflanzen

6. Klasse (Natur- und Technik – Schwerpunkt Informatik)

  • Information und ihre Darstellung

8. Klasse (Biologie)

  • Einfache Organisationsstufen von Lebewesen
  • Einblick in die Biodiversität bei wirbellosen Tieren
  • Evolutionstheorie: eine naturwissenschaftliche Erklärung zur Entstehung der Arten
  • Fortpflanzung und Entwicklung des Menschen

9. Klasse (Biologie)

  • Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung durch Nerven- und Hormonsystem
  • Suchtgefahren und Gesundheit
  • Grundlagen der Genetik
  • Immunsystem und Abwehr von Krankheitserregern
  • Angewandte Biologie

10. Klasse (Biologie)

  • Stoffwechsel des Menschen
  • Bau, Funktionsweise und Schädigung von inneren Organen
  • Grundlegende Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen
  • Angewandte Biologie

11. Klasse (Biologie)

  • strukturelle und energetische Grundlagen des Lebens
  • Genetik und Gentechnik
  • Der Mensch als Umweltfaktor – Populationsdynamik und Biodiversität

12. Klasse (Biologie)

  • Evolution
  • Neuronale Informationsverarbeitung
  • Verhaltensbiologie

Im G8 gibt es keine Leistungskurse und somit keine Facharbeiten mehr. Stattdessen werden in der Q-Phase Seminare als Kurse angeboten. W-Seminare, in denen eine wissenschaftliche Seminararbeit angefertigt und das Ergebnis zusätzlich im Vortrag präsentiert wird.  P-Seminare, in denen ein Projekt auf die Beine gestellt sowie die Berufs- und Studieninformation (BuS) durchgeführt werden soll.

Für diese Seminare sollen an unserer Schule alle Fachbereiche entsprechende Seminarthemen für jeden Jahrgang zur Wahl stellen. Aus den Vorschlägen der Fachschaft Biologie-Chemie wurde von ersten G8-Jahrgang an stets mindestens ein Seminar von so vielen Schülern gewählt, dass es stattfinden konnte. Im Bereich Biologie waren das bisher:

Die Lage unser Schule gibt uns viele Möglichkeiten, Jugendliche für die Natur zu begeistern. Im Moment können Schüler der Unterstufe sich im Wahlunterricht hierbei bei der Gestaltung und Pflege unseres Schulgartens und im regionalen Naturschutz austoben. Bilder und weitere Details gibt es hier auf der Schulhomepage unter AGs.

Mehrmals pro Jahr gestalten Schüler betreut von P. Theophil Gaus OSB die Schaukästen im Bio-Gang neu. Zu einem vorgegebenen Thema dürfen die Schüler weitestgehend frei entscheiden, wie sie „ihren“ Schaukasten dabei gestalten und welche Teile aus der umfangreichen Sammlung biologischer Materialien und Bilder sie dabei in Szene setzen.