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Christliche Ausprägung

Wir sind mit der Diözese Augsburg als Schulträger keine „Klosterschule“ mehr im strengen Sinn. Unser Profil soll aber nach dem ausdrücklichen Willen des Schulträgers mitgeprägt sein von der Sendung des Klosters, in dessen Nähe wir liegen und welches unsere Schule gegründet und viele Jahrzehnte getragen hat.

Gottesdienste sind im Jahresrhythmus fest integriert. Wir feiern Gottesdienst am Schuljahresanfang und -ende, vor den Weihnachts- und den Osterferien und in der Advents- und Fastenzeit. Ein weiteres Angebot ist die Abendmesse an jedem 3. Sonntag im Monat.

Das Morgengebet bringt den Glauben in den Schulalltag: Zu Beginn der ersten Stunde an jedem Schultag spricht ein Schüler ein Gebet, das er einer Auswahl entnommen hat. Weitere Möglichkeiten zur Besinnung bestehen in der wöchentlichen Pausenmeditation oder dem Meditationsangebot für die Abiturienten am Morgen der schriftlichen Prüfungstage.

Besinnungstage, auch „Einkehrtage“ genannt, sind Gelegenheiten für eine ganze Klasse, Einkehr zu halten – im wörtlichen Sinn: im Bildungshaus des Klosters einzukehren, im übertragenen Sinn: dort mit der Begleitung eines Religionslehrers oder eines Bruders des Klosters einzukehren bei sich selbst, die Klassengemeinschaft zu stärken und sich den Dingen zu widmen, die persönlich bewegen. Seit einigen Jahren haben wir die Möglichkeit, diese Chance allen Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 einmal im Jahr zu bieten.

Die Firmung für alle katholischen Schüler der sechsten Klassen, die sich für dieses Sakrament entscheiden und sich nicht in der Pfarrgemeinde firmen lassen wollen, findet am Freitag vor Pfingsten statt. Die Vorbereitung auf diesen persönlichen Schritt liegt in den Händen der jeweiligen ReligionslehrerInnen, die die SchülerInnen zu dieser Feier hinführen im Religionsunterricht und in „Tagen religiöser Orientierung“ in unserem Exerzitienhaus. Die Schulfirmung der 6. Klassen durch unseren Erzabt bringt zum Ausdruck, dass auch unsere Schule so etwas ist wie eine Gemeinde, die gemeinsam unterwegs ist, eben konkret „Kirche“ am Ort.

Mönche sind als Lehrer, aber auch als Arbeitende im Umkreis des Schulgebäudes für unsere Schüler ein vertrauter Anblick. Ein „Klosterpate“ aus dem Konvent der Benediktiner betreut jeweils eine 5. Klasse. Es besteht immer wieder die Möglichkeit, die Mittagshore der Mönche zu besuchen.

Spendenaktionen leisten einen unterstützenden Beitrag für Projekte unserer Missionsprokura. Dazu gehören z.B. der Solidaritätsmarsch oder die Spielzeugversteigerung der Unterstufe.

Religiöse Fahrten werden regelmäßig angeboten, z.B.: „Workshop Gottesdienst“ in der „Oase Steinerskirchen“, Aufenthalt in einer afrikanischen Klostergemeinschaft (z.B. Ndanda in Tanzania), Jakobsweg, eine Woche in Taize am Ende des Schuljahres, u.v.a.m.

Ein echter Circus ereignet sich in St. Ottilien alle paar Jahre als besonderes Highlight! An neun Tagen laden wir zu Zirkusvorstellungen und verschiedenen kulturellen und religiösen Veranstaltungen ein. An der Gestaltung nehmen insgesamt ca. vierhundert SchülerInnen teil. Der Circus fand bisher jeweils in 1991, 1994, 1998, 2000, 2005, 2008, 2012 und 2015 statt. Beim letzten Mal wurden über fünfzehntausend Gäste aus nah und fern begrüßt. Der nächste Circus findet 2018 statt.

Gespräche und persönliche Hilfe sind ein besonders wichtiger und alltäglicher Aspekt der Schulpastoral: unsere Schülerinnen und Schüler finden beim Schulseelsorger und den Kolleginnen und Kollegen im Schulpastoralteam ein allzeit offenes Ohr.

Wer ist unser Schulpatron?

Unser Schulpatron ist der Hl. Rhabanus Maurus, Benediktiner, Abt des Klosters in Fulda und Bischof von Mainz, ausgezeichnet als Praeceptor Germaniae, als Lehrmeister Deutschlands, der  um 780 in Mainz geboren wurde und am 4. Februar 856 in Winkel im Rheingau verstarb.

Was bedeutet christliche Ausprägung der Schule für uns?

Die christliche Ausprägung der Schule hat eine lange Tradition. Ursprünglich wurde hier im Seminar, also einem Buben-internat, der Klosternachwuchs ausgebildet. Eine so strenge Klausur gilt nun nicht mehr, denn seit 1973 steht unsere Schule auch für Mädchen offen. Auch das Lernangebot wurde um einen neusprachlichen Zweig erweitert. „Externe“ Schüler fahren nach dem Unterricht nach Hause, für die Nachmittagsbetreuung gibt es die Möglichkeit, unsere offene Ganztagsbetreuung im Tagesheim  zu besuchen. Träger dieser offenen Ganztagsbetreuung ist die Erzabtei St. Ottilien, deren Spiritualität die Basis unseres Schullebens bildet.

Heute unterrichten hier 56 Lehrkräfte an die 700 Schülerinnen und Schüler; etwa die Hälfte davon sind Mädchen. Dadurch, dass die Schülerzahl nicht erhöht wird, bleibt es eine überschaubare Schule, die das Kennenlernen untereinander möglich macht und persönliche Beziehungen wachsen lässt. Die christlichen Wurzeln sind im Schulvertrag verankert. Dieser verlangt von den Schülern Teilnahme am Religionsunterricht und am religiösen Leben der Schule.  Dieses Leben zeigt sich in den vielfältigen Aktivitäten der Schulpastorale.

Wir legen großen Wert darauf, die Talente unserer Schülerinnen und Schüler zu entdecken und zu fördern. Entsprechend vielseitig ist auch das außerschulische Angebot, in das sich die Schüler individuell einbringen können. Ottilianer wird man erst, wenn man mittut!

Unser RMG:

  • benediktinisch-religiös und weltoffen,
  • benediktinisch-ganzheitlich,
  • benediktinisch-bunt wie der Circus St. Ottilien

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