Im Rahmen des Deutschunterrichts der 10a beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen mit der Miniserie „Ehrenpflegas“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In der Serie geht es um den Fachkräftemangel im sozialen Bereich (besonders in der Pflege), erzählt aus der Perspektive von Jugendlichen. Die Klasse verfasste Kritiken zu den Videos, besonders vorgestellt wird hier die Arbeit von Lucia Uhr:

 

,,Mach Karriere als Mensch”: Unter diesem Motto hat das Bundesfamilienministerium im Oktober 2019 eine Kampagne gestartet, um mehr Menschen für das Ausüben eines Pflegeberufs zu überzeugen. Im Rahmen dieser Kampagne wurde die Mini-Serie ,,Ehrenpflegas” produziert, die von drei Jugendlichen handelt, welche die neue generalistische Ausbildung in der Pflege beginnen. Die Videos sollen auf unterhaltsame Weise sowohl über den Pflegeberuf informieren als auch von diesem Ausbildungsweg überzeugen, deswegen sind junge Menschen die Zielgruppe. Doch auch Erwachsene, die sich beruflich neu orientieren wollen, sollen laut Familienministerin Franziska Giffeyerreicht werden. Dafür hat das von ihr geführte Ministerium ungefähr 700.000€ in die Clips investiert.

Ich persönlich finde die Videos unterhaltsam, da der Schnitt modern, schnell und aufregend ist und somit keine Langeweile beim Anschauen aufkommt. Allerdings glaube ich auch, dass dieser Film-Stil nicht für die Zielgruppe der Erwachsenen geeignet ist, diese dürften sich ebenso wenig von dem Sprachstil angesprochen fühlen. Die Schauspieler artikulieren sich in Jugendsprache beziehungsweise einer Ausdrucksweise, die offensichtlich dafür gehalten wird. An sich eine gute Idee, jedoch manchmal etwas überspitzt und unnatürlich, aber gleichzeitig auch unterhaltsam. Informiert über den Pflegeberuf wird auch eher nebenbei, es werden wenig Fakten genannt. Die Auswahl der Schauspieler hingegen ist sehr gelungen, der Cast ist aus anderen, bei Jugendlichen beliebten Filmen oder Serien, wie z.B. ,,How to Sell Drugs Online”, bekannt. Die Produzenten haben versucht aus den Komponenten Information und Unterhaltung das Beste rauszuholen, was aber eherteilweise gelungen ist. Für Jugendliche finde ich sie eher ansprechend als für den Zielgruppenbereichder Erwachsenen und kann mir vorstellen, dass zumindest manche sich für eine Pflegeausbildung entscheiden. Ehrlicherweise hätte ich die 700.000€ trotzdem in etwas anderes investiert.

Lucia Uhr, 10a