Eindrucksvolle, stimmungsvolle Abiturfeier in St. Ottilien

Trotz der Pandemie und unter Einhaltung der gültigen Hygieneregeln konnten die 79 Abiturientinnen und Abiturientinnen würdevoll verabschiedet werden. Zugleich verließ der Jahrgang mit dem bisher besten Notendurchschnitt von 2,0 die Schule. 5 Mal wurde mit der Traumnote von 1,0 abgeschlossen.

Wie es gute Tradition in der vom Geist der Misssionsbenediktiner von St. Ottilien geprägten Schule ist, begann der Tag des Abschieds mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche, an dem allerdings entsprechend den Hygieneregeln nur die Abiturientinnen und Abiturienten selbst sowie geladene Gäste teilnehmen konnten. P. Theophil, der Schulseelsorger des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums, wurde als Leiter der Eucharistiefeier von Frau Pfarererin Kühn, der Lehrkraft für Evangelische Religionslehre, und P. Vianney, dem Leiter des Tagesheims unterstützt. Gestaltet wurde die Messe von den Abiturienteninnen und Abiturienten selbst unter Federführung von Christian Schumertl, dem Musiklehrer des Gymnasiums, und Rapahel Jacob an der Orgel.

Als Prediger hatte sich der Jahrgang 2021 P. Vianney gewünscht. In seiner sehr persönlichen, die Einzelnen ansprechenden Predigt kreiste er um das allen aus der Cäsar-Lektüre bekannte „Veni, vidi, vici – Ich kam, sah, siegte“, wobei das Wort „vici“ im weiteren Verlauf durch andere lateinische Verben ausgetauscht wurde, anhand derer P. Vianney die gesamte Schullaufbahn der Schülerinnen und Schüler spiegelte und in den Rat aus der Regel des Heiligen Benedikt  münden ließ: „Verzweifle nie an der Barmherzigkeit Gottes“ (RB 4, 74) oder mit den Worten P. Vianneys: „Benedikt bekennt sich zu einem Gott, der in Christus Dir und allen Menschen entgegenkommt und Dir in jeder Situation treu bleibt – auch in den Momenten des Versagens und der Schuld. So wirst Du später einmal sagen können: Veni, vidi, numquam desperavi – Ich kam, sah und verzweifelte nie.“

Es folgte der sehr persönliche Dank von Michael Häußinger, dem Schulleiter, an den Jahrgang. Einmal mehr erwies sich das Rhabanus-Maurus-Gymnasium als „Mitmach-Schule“, denn 74% des Jahrgangs erhielt ein sog. B-Zeugnis zum Abiturzeugnis, durch das das außerschulische Engagement gewürdigt wird. In seinen Abschiedsworten streifte Häußinger kurz das Thema Pandemie, die zum Umdenken zwingt, um den Abiturientinnen und Abiturienten die Quintessenz der „Regula Sancti Benedicti“ mit auf den Lebensweg zu geben, „im Frieden mit sich selbst, im Frieden mit allen, mit denen Ihr in Kontakt tretet, und im Frieden mit der gesamten Schöpfung zu sein.“

Michael Neuhierl sprach für den Elternbeirat und stellte in den Mittelpunkt seiner Ansprache, dass „das Scheitern zum Leben gehört, aber auch die Möglichkeit eröffnet, vieles auszuprobieren.“

Für die Confoederatio Ottiliensis, die Vereinigung ehemaliger Schülerinnen und Schüler, übergab Dr. Bernhard Schmazl den „Tu-Was-Preis“ an Jakob Noll sowie an Vincent Casagrande für ihren herausragenden Einsatz.

Frau Anita Mauersberger zeichnete von Seiten der Frank Hirschvogel Stiftung die Schülerin Paula Löw sowie die Schüler Elias Bindl, Justus Edelmann, Jakob Noll und Korbinian Straub, die alle mit der Traumnote von 1,0 abgeschlossen hatten, mit dem Preis der Stiftung aus.

Es folgten weitere, zahlreiche Ehrungen (Elias Bindl für seine Leistungen im Fach Latein durch den Deutschen Altphilologenverband, Hans-Michael Deininger für seine Leistungen im Fach Griechisch durch den Deutschen Altphilologenverband sowie für seine Leistungen in Physik durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft, Jakob Noll für seine Leistungen im Fach Mathematik durch die Deutsche Mathematikervereinigung, Justus Edelmann und Luis Lohse für ihre Leistungen im Fach Physik durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft, Leonie Birkner, Sophia Berner, Vincent Casagrande, Sophie Keller, Lara Posset, Sarah Proksch, Leah Schmid und Luis Stechele als Schulsanitäter, Antonia Bals, Paulina Egle, Leonie Fanger, Elisabeth Friedl, Antonia Harrer, Matthias Hausen, Lena Hertel, Gioia Kinzel, Hanna Klasmeier, Miriam Kriegbaum, Jan Marschalkowski, Paula Mugler, Felix Nancke, Johanna Naßl, Felicia Neumann, Natalie Petzold, Silvia Randak, Julia Scheitz, Leah Schmid, Leopold Scholz, Maximilian Weigl, Malin Wendtner, Mirjam Wetzl und Lisa Zirn als Tutorinnen bzw. Tutoren), bevor die Zeugnisse auf der Balustrade vor dem Eingang zur Klosterkirche von P. Prior Ludger, der als Vertreter von Erzabt Wolfgang, der zur Abtsweihe in Tansania weilt, die Zeugnisse an die Abiturientinnen und Abiturienten übergab und sie sozusagen durch das „Abitor“ der Klosterkirche in die Welt entließ.